Eine Leiche zum Dessert / Blutsverwandte
09.01.2026 42 min
Zusammenfassung & Show Notes
Helden wie sie im Buche stehen
Literarische Krimihelden mit Leinwanderfahrung stehen im Mittelpunkt der heutigen Folge unseres Podcasts. Der Hauptfilm wurde uns mehrmals vonseiten des Publikums angetragen.
Literarische Krimihelden mit Leinwanderfahrung stehen im Mittelpunkt der heutigen Folge unseres Podcasts. Der Hauptfilm wurde uns mehrmals vonseiten des Publikums angetragen.
Eine Leiche zum Dessert / Murder By Death
Amerikanische Krimiparodie von 1976
Der exzentrische Millionär Lionel Twain lädt die fünf berühmtesten Detektive der Welt nebst Anhang zu einem Wochenende in sein in gruseliger Einöde gelegenes Landhaus ein. Schon aus Eitelkeit erscheinen sie alle, denn neben einem üppigen Dinner wird ihnen ein Mord versprochen. Der Hausherr erklärt ihnen, dieser würde sich um 12 Uhr ereignen, Täter und Opfer säßen bereits mit am Tisch. Dem siegreichen Ermittler winkt eine Million Dollar. In der Tat verwandelt sich das Anwesen um Mitternacht in ein Tollhaus – doch wer nun eigentlich tot oder lebendig ist, ist eines der vielen Rätsel, die zu lösen sind.
Neil Simon war zeitweise der erfolgreichste Theaterautor des Broadway - und bleibt einer der witzigsten. Mit dieser Genreparodie fügte er seinen zahlreichen Filmadaptionen ein Originaldrehbuch hinzu, das er noch am Set verfeinern konnte. Die sowohl literarisch als auch filmisch wichtigsten fiktiven Krimihelden der Zeit – Hercule Poirot und Miss Marple, das elegante Ehepaar Charles aus der „Thin Man“-Serie, Charlie Chan sowie ein Hybrid aus den Hard-boiled-Detectives Sam Spade und Philip Marlowe - werden von einem ebenso schillernden Filmstar-Ensemble verkörpert und von den Giganten ihres Mediums synchronisiert. Dass die große Myrna Loy vor diesem Spaß zurückschreckte, weil ihr das Drehbuch zu gewagt war, erweist sich im Rückblick als prophetischer Akt der traurigen Sorte.
B) Blutsverwandte / Les Liens de Sang
Französisch-Kanadischer Thriller von 1977
Die 17jährige Muriel Stark wird nachts in einem Hauseingang erstochen, wo sie nach einer Party vor einem Wolkenbruch Schutz gesucht hatte. Die Augenzeugin, ihre 15jährige Cousine Patricia Lowery, kommt völlig verstört und mit Schnittwunden auf die Polizeiwache und meldet den Vorfall. Nach ein paar Tagen widerruft sie ihre Aussage und nennt ihren 19jährigen Bruder Andrew als den Mörder. Als Detective Carella an Muriels Tagebuch gelangt, lernt er nicht nur das Opfer besser kennen, sondern auch ihren Cousin und eifersüchtigen Liebhaber Andrew. Carella taucht in das Leben der drei Teenager ein ...
Unter den Titel „Blood Relatives“ war dieser Film so etwas wie ein Ausflug des französischen Starregisseurs Claude Chabrol in den Hollywood-Mainstream, die Figuren sind erheblich freundlicher gezeichnet seinen französischen Filmen. Das aus Ed McBains Kriminalromanen berühmte „87. Revier“ wird nach Montréal verlegt, sein Held Steve Carella vom kanadischen Weltstar Donald Sutherland verkörpert.
Nächste Woche: Blue Velvet und Caché
Amerikanische Krimiparodie von 1976
Der exzentrische Millionär Lionel Twain lädt die fünf berühmtesten Detektive der Welt nebst Anhang zu einem Wochenende in sein in gruseliger Einöde gelegenes Landhaus ein. Schon aus Eitelkeit erscheinen sie alle, denn neben einem üppigen Dinner wird ihnen ein Mord versprochen. Der Hausherr erklärt ihnen, dieser würde sich um 12 Uhr ereignen, Täter und Opfer säßen bereits mit am Tisch. Dem siegreichen Ermittler winkt eine Million Dollar. In der Tat verwandelt sich das Anwesen um Mitternacht in ein Tollhaus – doch wer nun eigentlich tot oder lebendig ist, ist eines der vielen Rätsel, die zu lösen sind.
Neil Simon war zeitweise der erfolgreichste Theaterautor des Broadway - und bleibt einer der witzigsten. Mit dieser Genreparodie fügte er seinen zahlreichen Filmadaptionen ein Originaldrehbuch hinzu, das er noch am Set verfeinern konnte. Die sowohl literarisch als auch filmisch wichtigsten fiktiven Krimihelden der Zeit – Hercule Poirot und Miss Marple, das elegante Ehepaar Charles aus der „Thin Man“-Serie, Charlie Chan sowie ein Hybrid aus den Hard-boiled-Detectives Sam Spade und Philip Marlowe - werden von einem ebenso schillernden Filmstar-Ensemble verkörpert und von den Giganten ihres Mediums synchronisiert. Dass die große Myrna Loy vor diesem Spaß zurückschreckte, weil ihr das Drehbuch zu gewagt war, erweist sich im Rückblick als prophetischer Akt der traurigen Sorte.
B) Blutsverwandte / Les Liens de Sang
Französisch-Kanadischer Thriller von 1977
Die 17jährige Muriel Stark wird nachts in einem Hauseingang erstochen, wo sie nach einer Party vor einem Wolkenbruch Schutz gesucht hatte. Die Augenzeugin, ihre 15jährige Cousine Patricia Lowery, kommt völlig verstört und mit Schnittwunden auf die Polizeiwache und meldet den Vorfall. Nach ein paar Tagen widerruft sie ihre Aussage und nennt ihren 19jährigen Bruder Andrew als den Mörder. Als Detective Carella an Muriels Tagebuch gelangt, lernt er nicht nur das Opfer besser kennen, sondern auch ihren Cousin und eifersüchtigen Liebhaber Andrew. Carella taucht in das Leben der drei Teenager ein ...
Unter den Titel „Blood Relatives“ war dieser Film so etwas wie ein Ausflug des französischen Starregisseurs Claude Chabrol in den Hollywood-Mainstream, die Figuren sind erheblich freundlicher gezeichnet seinen französischen Filmen. Das aus Ed McBains Kriminalromanen berühmte „87. Revier“ wird nach Montréal verlegt, sein Held Steve Carella vom kanadischen Weltstar Donald Sutherland verkörpert.
Nächste Woche: Blue Velvet und Caché